Westhafen

Seine zur Jahrtausendwende begonnene Umwandlung vom ersten befestigten Frankfurter Handelshafen zu einem exklusiven Wohn- und Bürogebiet ist bis auf ein Bürogebäude und eine Bauruine vollendet. Der Uferstreifen mit Restaurants und Blick auf Main und Hafenmarina ist bei den Frankfurtern beliebt. Vom 1886 eröffneten, ersten befestigen Frankfurter Hafen blieb nach Kriegszerstörungen allerdings nur das Druckwasserwerk erhalten.
Seinen Stempel hat dem Gebiet das Architekturbüro schneider + schumacher aufgedrückt. Eine Skizze führte zur städtebaulichen Planung mit Wohnen in der Hafenmitte und Büros an den Hafenenden. Um von jedem Arbeitsplatz einen Blick auf den Main zu ermöglichen, entstand die eigenwillige Form des Westhafenpiers direkt neben der Eisenbahnbrücke. Städtebauliche Überlegungen führten zur runden Form des Westhafen Towers. Seine aus Dreiecken aufgebaute Fassade erinnert die Frankfurter an ihr typisches Apfelweinglas, das Gerippte. Bei den Architekten der Wohnhäuser – u.a. Braun & Volleth, Frick & Reichert sowie Otto Steidle & Partner – weckte der Main Assoziationen ans Mittelmeer, so dass sie traditionelle Farben von dort wählten. Einzig KSP Architekten dachten an die deutsche Küste und den Strandkorb, der die Form ihres Bürohauses am Zentralen Platz inspirierte. Als Tor am Main konzipierte Christoph Mäckler ein Bürogebäude, an welches das Werfthaus von KSP anschließt.

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